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Meine erste Begeisterung für Farben begann in der Kindheit. Der Anblick eines  Farbkastens mit all den leuchtenden Farbnäpfen oder eine frische Packung von Farbstiften haben mich schon immer in Begeisterung versetzt.  Über die Jahre hat sich diese Freude nicht verändert. Heute ist die Malerei ein Teil von mir. Sie bestimmt und beeinflusst mich. Ich nehme Farben wahr, Formen und Motive, die ich dann bewusst oder auch unbewusst in meinem Kopf und Bauch mit mir herumtrage, sie dort be- und verarbeite, um am Ende dann vielleicht ein Bild zu malen.

Und wenn es soweit ist, dass ich ein Bild fertig gestellt habe und mit dem Ergebnis zufrieden bin, dann ist das Gefühl der Erfüllung und Befriedigung unbeschreiblich.  Dabei ist es nicht wichtig, ob mir der Schaffensprozess schwer gefallen ist oder leicht von der Hand ging und die Farbe wie von selbst auf die Leinwand floss. Der unbeschreiblich schöne Moment des „gelungenen Bildes“ ist etwas ganz Besonderes, etwas Beflügelndes! Solche Momente möchte ich immer wieder erleben.

Interessant ist es, den Zeitpunkt zu bestimmen, an dem das Bild fertig und gut ist.  Genau darum geht es mir:  Zu erleben wie ein Bild entsteht, wie es sich entwickelt, wie es seine Wirkung erzielt, wie es irgendwann zu dem fertigen Bild wird, das mich zufrieden stellt. Manchmal wird auch ein erreichtes Resultat wieder verworfen, verändert, übermalt… Ein sehr sinnlicher Prozess, der da mit mir und auf der Leinwand stattfindet und der mich anspornt, „es“ immer wieder zu tun.

 

Malen ist Leidenschaft, Sinnlichkeit und Lust zugleich.

Michael Specht